UV-Crosslinking bei Keratokonus

Was ist Keratokonus?

Die Augenkrankheit Keratokonus bezeichnet die fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut des Auges (Kornea).

Die Krankheit beginnt meist einseitig, das Partnerauge ist in der Regel mittelfristig mitbetroffen. Die Erkrankung kann schubweise verlaufen und betrifft in der Regel ausschließlich die zentrale Hornhaut. Männer sind doppelt so häufig wie Frauen betroffen.

In der Regel sind die Betroffenen kurzsichtig. Diese Kurzsichtigkeit kann allerdings nicht vollständig mit einer Brille korrigiert werden, da die kegelförmige Hornhautvorwölbung eine irreguläre Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bedingt.

 

UV-Crosslinking (CXL) bei Keratokonus und Keratektasie

Im Falle einer angeborenen Hornhautschwäche (Keratokonus) oder im Falle der sehr selten auftretenden Hornhautschwäche nach einer Lasik Operation (Keratektasie) kann mittels der Methode des UV-Crosslinkings die Hornhaut versteift und stabilisiert bzw. aufgehalten und bei idealem Verlauf sogar wieder reduziert werden.

Hierfür wird die Hornhaut mit einer Riboflavinlösung vorbehandelt und dann mit einer speziellen UV-Lampe in einer definierten Wellenlänge 30 Minuten bestrahlt.

Die Bindegewebsfibrillen der Hornhaut werden durch diese Behandlung verfestigt und in der Folge die Stabilität der Hornhaut deutlich erhöht.

Die Crosslinking-Behandlung kann ambulant durchgeführt werden und wird in unserer Augenarztpraxis seit einigen Jahren bei angeborener oder erworbener Hornhautschwäche erfolgreich angewendet.