Vorsorgeuntersuchungen

Untersuchung der Sehschärfe

Der Visus wird medizinisch als zentrale Sehschärfe bezeichnet. Mit der Netzhautmitte (sog. Makularegion der Netzhaut) sieht man Details und liest man. Die Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens.

Eine Sehschärfe/Visus von 1,0 ist so definiert, dass auf eine Entfernung von  5 m eine 1 Bogenminute große Öffnung eines Landoltringes (siehe Prüftafel Abb.) noch erkannt wird.

 

Brillenbestimmung

Empfohlen wird u.a. eine Untersuchung der Sehschärfe und einer Brillenbestimmung bei:
 

• bekannter Fehlsichtigkeit

• subjektiver Sehverschlechterung am Tag oder bei Nacht

• Nachtsehproblemen

• Sehbeschwerden, chronischen Kopfschmerzen

• zeitweisem Auftreten von Doppelbildern

• schneller Ermüdung v.a. am PC

• längerer Arbeit an einem Bildschirm / Monitor

• erhöhten Sehanforderungen in Beruf und Freizeit

• wenn Sie moderne und innovative Gläser tragen möchten  

Schieldiagnostik (Orthoptik / Sehschule)

Die kindliche sensible, neuronale Prägephase für die Ausbildung der Sehschärfe endet zumeist zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr, d.h. alle Kinder sollten unbedingt vor der Einschulung bzgl. einer angeborenen Augenunterschiedlichkeit, einer evtl. Schielfehlsichtigkeit oder Augenschwäche untersucht und ggf. in einer Sehschule / orthoptischen Abteilung behandelt und langfristig betreut werden!

Grauer Star (Katarakt)

Ein Grauer Star (oder eine 'Katarakt' = Wasserfall) bezeichnet eine Trübung der Augenlinse.
 

Symptome:

• langsamer, schmerzloser Sehverlust verbunden mit einer frühzeitigen
  Minderung des Dämmerungs- und Nachtsehens

• reduziertes Sehvermögen bei Nacht und geringem Kontrast

• einäugige Doppelbilder

• Lichthöfe
 

Das räumliche Sehen kann bei einseitiger Sehverschlechterung im Verlauf abnehmen, weswegen dann eine graue Star-Operation so schnell wie möglich durchgeführt werden sollte.

Grüner Star (Glaukom)

Der grüne Star (Glaukom) ist als eine erhöhte Belastung des Sehnerven zu verstehen, die sowohl durch einen erhöhten Augeninnendruck als auch durch eine verminderte Sehnervdurchblutung entstehen kann. Das Glaukom ist auch heute noch eine der häufigsten Erblindungsursachen.

Bei beiden Ursachen erleidet der Sehnerv über Jahre hinweg einen zunehmenden - schmerzlosen (!) - Faserverlust, der fatalerweise zunächst nicht bemerkt wird, da die Gesichtsfeldschäden des einen Auges zumeist vom anderen Auge kompensiert werden und bis auf den höchst schmerzhaften, akuten Glaukomanfall (Notfall !) zunächst keine Schmerzen auftreten.

Da der Faserverlust über Jahre hinweg zumeist schmerzfrei verläuft, bemerken die Patienten die Veränderungen im Gesichtsfeld (s.u.) erst, wenn beide Augen zunehmend geschädigt sind!

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Unter der altersbedingten Makuladegeneration versteht man verschiedene Erkrankungen des menschlichen Auges, die die Makula lutea („der Punkt des schärfsten Sehens“) – auch „Gelber Fleck“ genannt – der Netzhaut betreffen und mit einem allmählichen Funktionsverlust der dort befindlichen Gewebe einhergehen.